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Infektionshygiene.de © Oktober 2012 Andreas Ruhnau

Pseudomonas aeruginosa

Das Bakterium ist ein weitverbreiteter Boden- und Wasserkeim, der in feuchten Milieus vorkommt In der Hygiene gilt es daher als bedeutender Krankenhauskeim (nosokomialer Keim).  Es kann selbst in destilliertem Wasser oder einigen Desinfektionsmitteln überleben und wachsen, wenn kleinste Spuren von organischen Substanzen vorhanden sind.


Pseudomonas aeruginosa gelangen über die Hausanschlussleitung ins Haus oder können durch eine von Außen herbeigeführte Verunreinigung wie z. B. Arbeiten an der Installation bzw. bei der Neuinstallation durch kontaminierte Bauteile oder Werkzeuge und Arbeitsmaterial eingebracht werden. Totleitungen (Leitungsrohre, die nicht benutzt werden) und seltener Wasserausstoß begünstigen die Vermehrung in der eigenen Hausinstallation. Insbesondere die Kaltwasserleitungen werden von Pseudomonaden heimgesucht, vereinzelt aber auch das Warmwassersystem. Wasserleitungen und Entnahmestellen, die mit Pseudomonas belastet sind, stellen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar. Insbesondere immunschwache Menschen gehören zu den besonders gefährdeten Risikogruppen. Gemäß der Trinkwasserverordnung dürfen keine Krankheitserreger in Konzentrationen im Wasser vorhanden sein, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen. Pseudomonas können sich schnell und flächendeckend in ganzen Leitungsnetzen ausbreiten und stellen somit ein Risiko für alle verbundenen Leitungsnetze dar. Wurde früher das Auftreten einer Pseudomonas aeruginosa-Kontamination im Trinkwasser zumeist als ausschließlich lokal begrenztes Risiko betrachtet, das sich auf einzelne Entnahmestellen beschränkte, wissen wir heute, dass darüber hinaus auch systemische Kontaminationen auftreten können, bei denen sich die Kontamination schnell über das gesamte Leitungsnetz ausbreiten kann.


Pseudomonas aeruginosa ist einer der häufigsten Erreger von nosokomialen Infektionen. Zum Spektrum der Erkrankungen durch Pseudomonas aeruginosa gehören unter anderem:



Ein Verlauf als Sepsis ist bei fehlender oder falscher Behandlung stets zu befürchten.