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Infektionshygiene.de © Oktober 2012 Andreas Ruhnau

Häufig festgestellte Mängel in den Trinkwasser-Installationen

Bei meinen Begehungen häufig festgestellte Mängel in den Trinkwasser-Installationen die zu einer Kontamination mit teilweise extrem hohen Werten durch Legionellen führten:



In vielen Trinkwasserinstallationen befindet sich aufgrund von Stagnationswasser in nicht oder unzureichend gedämmten Rohrleitungen kein Wasser, das für den für den menschlichen Genuss nicht geeignet ist. Dort müsste eigentlich „KeinTrinkwasser“ dran stehen.


Folgende Punkte sind für ein ideales Trinkwasserleitungssystem in der Hausinstallation zu beachten:





         - Temperatur in den Kaltwasserleitungen an jeder Stelle unter 20°C halten.

         - Temperatur in den Warmwasserleitungen an jeder Stelle über 55°C halten.

Soweit ein mit Legionellen verunreinigtes Warmwassersystem eines Wohnhauses saniert werden muss, sind Fachleute aus der Heizungs- und Sanitärbranche hinzuzuziehen. Jeder Fall, jedes Gebäude bedarf einer individuellen Analyse und eines individuell angepassten Sanierungskonzepts. Ziel aller Maßnahmen muss immer sein, die Heizungsanlage und Trinkwasser-Installation eines Wohnhauses normgerecht zu betreiben. Entscheidend bei allen Maßnahmen ist immer, dass ein sauberes System vorliegt, in dem in allen Abschnitten Wasser ausreichend zirkuliert und Temperaturen dauernd über 55°C liegen. Nicht benötigte Leitungsteile sind immer an der Zirkulationsleitung abzutrennen. Die Volumina gespeicherten und transportierten Wassers sind so weit wie möglich zu reduzieren. Der Erfolg einer Sanierungsmaßnahme ist durch Kontrolluntersuchungen auf Legionellen zu belegen.